Besuch / Reise

 
Grundsätzlich sind Besuche bei den Patenkindern möglich. Dabei ist folgendes zu beachten:
 
Reiseformalitäten, Vorbereitungen:
-   Schweizer, Deutsche und Oesterreicher brauchen: Einen gültigen Reisepass, ein Visum und ein gültiges Rückflugticket
D   bangladeshembassy.de/ unter Konsulardienste Visa
detaillierter auch hier: visumexpress.de/laenderinfos/bangladesh.htm
 
CH   Ständige Vertretung der Volksrepublik Bangladesch     mission.bangladesh@ties.itu.int
Consulate of Bangladesh                                 Tel.     022 906 80 20
 65 Rue de Lausanne, 1202 Genf                      Fax    022 738 46 16

Mehr Informationen: bangladeshmissiongeneva.ch/MainPage.php?MenuId=9  (wird aktuell überarbeitet)
Direktdownload Visaformular:  bangladeshmissiongeneva.ch/Files/File_vf.pdf  (wird aktuell überarbeitet)
 
OE   Gemäss Oesterreichischem Aussenministerium gibt es keine Vertretungen von Bangladesh in Oesterreich. Bitte wenden Sie sich an die Botschaft in Berlin.
     
visafix.de/index.php?s=bd Ein Servicedienst für die Visabeantragung mit PDF Formularen und Infos
     
-   Es wird dringend empfohlen früh genug (mind. 3 Monate vorher) einen Arzt aufzusuchen, wenn möglich einen Tropenarzt  betreffend einer Abklärung aktuell nütiger Impfungen (CH z.B. das http://www.ispm.uzh.ch/travelclinic.html  )
     
Weitere Tipps und Hinweise Reisen  und  Amtsstellen, Botschaften / Konsulate in Bangladesh

Eine Anreise ist z.B. folgendermassen möglich:

Flug ab Deutschland oder der Schweiz z.B. mit der Emirates Airline (mit denen habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht) über Dubai nach Dhaka. der Flug dauert je nach Richtung zwischen 11-13 Stunden reine Flugzeit plus der Aufenthalt in Dubai. Bei frühzeitiger Buchung ist es möglich die Flüge so zu buchen, das der Aufenthalt in Dubai nicht zu lange wird.

Ab Dhaka nach Mongla gibt es folgende Möglichkeiten:
 
Innlandflug und Bus: Per Flug von Dhaka nach Jessor, dann mit dem Bus nach Khulna / weiter mit dem Bus nach Mongla
   
Zug: Eine Tagesreise von Dhaka nach Khulna / weiter mit dem Bus nach Mongla.
   
Schiff:   1. Klasse: Eine ca. 24 Stunden-Reise von Dhaka direkt nach Mongla (übernachten in einer eigenen Kabine, das Essen ist wie im Restaurant auf dem Schiff)
   
Bus: Direkt mit dem Bus von Dhaka nach Khulna (eine sehr gute Qualität möglich, es ist empfohlen nur Tagesfahrten zu nehmen, Dauer ca 8 Stunden, oft länger). Ab Khulna mit dem normalen Bus weiter nach Mongla. Direkte Busse von Dhaka nach Mongla sind sehr einfach und mir umsteigen möglich, aber sehr unbequem.
   
Für die Rückreise von Mongla nach Dhaka kann natürlich eine andere Variante ausprobiert werden. Ich habe alle ausprobiert und wechsle gerne ab.
schiff-1  Kabine
BootBus
noucasteg

Es ist empfehlenswert in Dhaka zuerst eine Nacht zu übernachten und je nach Ankunftszeiten / Abfahrtszeiten auch in Khulna.

 
Übernachten in Mongla:

Unterdessen hat es, leider auf der anderen Seite des Flusses, ein Hotel mit einem Standart, bei dem auch normale Europäer keine Probleme haben. Ich war mal dort um mich umzusehen.
Hotel Pachur

 Ich selber habe unterdessen ein einfaches Haus, in dem sich das Gothon-Büro befindet. Vorher , wohnte ich in einer sehr einfachen und entsprechend billigen Absteige. Mein Hotel hatte keine Glasscheiben, die Fensterläden waren nicht dicht, so das es im Winter bei neu 11 Grad (2009) und etwas Wind doch recht kalt war. Dazwischen gibt es noch weitere einfache Hotels, in denen ich aber nie gewohnt habe.

mein früheres Hotel  und mein dortiges Bett
Hotel - WC Toilette bei meinem Kolleg zu Hause Schiff 1. Klasse aussen

 
Ein paar Details:
z.B. WC Papier ist nicht üblich und in den Dörfern zum Teil auch schwer zu bekommen, kann aber aus den Städten mitgebracht werden, oder man passt sich an, Die übliche Variante ist mit der linken Hand den entsprechenden Teil mit Wasser aus speziellen Gefässen abzuspülen und danach die Hände mit Seife zu waschen. Die Toiletten selber sind Plumpsklos, also Toiletten auf die man nicht sitzen kann, sondern nur Löcher im Boden. In den besseren Hotels sind auch unsere WC's vorhanden und WC Papier.
   
Aus diesem Grund gilt die linke Hand auch als unrein und darf beim Essen nur eingeschränkt benutzt werden, nur um das Glas zu nehmen oder den Teller hochzuhalten um die Reste besser ausputzen zu können usw. Auch für Linkshänder ist es zwingend nötig mit der rechten Hand zu essen.
In normalen Hotels / Restaurants haben sie kein Besteck wie wir es uns gewohnt sind. Löffel und Messer sind meist vorhanden, Gabeln oft gar nicht. Alles wird mit der rechten Hand gegessen, in dem man es auf die Finger schaufelt und so zum Munde führt.
In gehobenen Restaurants und Hotels in denen Ausländer normalerweise absteigen gilt das nicht. Dort ist alles vorhanden und man isst wie bei uns.

Das Essen selber ist gewöhnungsbedürftig, meist etwas bis sehr scharf wenn man nicht aufpasst, man bekommt es aber auch anders, wenn man etwas sagt. Für die Kinder wird auch nicht so scharf angerichtet.

   

Kuhfleisch ist meist zäh, Büffelfleisch noch mehr, deshalb esse ich vorwiegend Huhn und Fisch. Ebenfalls gut ist Ziegenfleisch, Schweinefleisch ist nur in hinduistischen und christlichen Familien zu finden, aber seltener, da es dort teuer ist. Dazu gibt es immer Reis und Gemüse und Suppe, welche hier aber zuletzt gegessen wird, ebenfalls mit der Hand, in dem man damit den letzten Reis ausputzet.
Wichtig: Im Restaurant kann man einzelnes nachbestellen, privat wird meist zuerst das eine, danach das nächste geschüpft. Unbedingt früh genug abwinken.

Zur Hygiene ist zu sagen, das es so etwas auch gibt. Es ist sauber, aber wenn man in die Küche schaut ist es eben nicht nach unseren Standards, zumindest nicht dort wo ich esse. Es sind die allgemeinen Tipps zu beachten die für solche Länder gelten.

Links die Frau meines Kollegen in einer schon etwas besseren Küche auf dem Lande

eltaxi  Van
Besuch bei den Kindern:

Da vor allem die jüngeren Kinder noch kein oder kaum Englisch sprechen ist es unerlässlich, das jemand dabei ist der hilft. Das ist aber auch zum Schutze des Kindes und des Besuchers. Unter Anderem auch, weil auf dem Lande vieles nicht ohne Orts- und Sprachkenntnisse gemacht werden kann. So würde man sonst zu oft über das Ohr gehauen, wenn es um Preise / Kosten geht, von der Rikshaw bis zum einkaufen von frischen Früchte.
Besuche sind bei den Kindern zu Hause, in der Schule usw. möglich. Auch mit den Kindern z.B. ein Geschenk einkaufen ist kein Problem. Manche möchten vielleicht sogar in die nächste Stadt.
Dabei müssen Sie sich aber bewusst sein, das vieles was für uns normal ist, für diese Kinder völlig neu ist.
So erlebte ich unter anderem die ersten Rolltreppen- und Liftfahrten solcher Kinder. Bessere Restaurants zu besuchen ist nicht mit allen Kindern empfehlenswert, weil sie sich so etwas einfach nicht gewohnt sind. Das ist für diese Kinder wie eine andere, fremde Welt.
Die meisten Kinder (vor allem die Mädchen) werden sowieso eher sehr scheu und nervös sein und normalerweise ist die Versändigung direkt noch nicht möglich. Entsprechend unwohl fühlen sich oft auch die Eltern, haben viele doch kein Erfahrung mit Ausländern und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen, da sie es dem Besucher oft zu viel recht machen wollen.

Sollten Sie Interesse haben und Ihr(e) Kind(er) besuchen wollen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung und wir können weitere Details besprechen. Gerne organisiere ich Ihnen die Hilfe vor Ort. Empfehlenswert wäre es, dass Sie unser Mitarbeiter in Dhaka abholt, allerdings müssten Sie für seine Reise- und Transpostkosten aufkommen. Es ist auch möglich in Dhaka einen Touristguide, also einen Touristenführer zu mieten, das kostet aber dann schon einiges mehr.

                         
                            Besuch bei Bristy 2009

Bitte erschrecken Sie nicht an den Reaktionen einiger Leute:
Wie bei uns gibt es auch dort Rassismus und die "weissen" Besucher passen auch nicht jedem. Zwar hat das nur noch wenig mit den alten Kolonialzeiten der Engländer zu tun, sondern eher damit, das Besucher oft christliche Missionare waren und sind, und auch dort viele unaufgeklärte Menschen leben.
Ein weiteres Problem ist der Neid, Denn wie soll jemand verstehen, dem es vermeintlich auch schlecht geht, warum gerade der oder die andere Person Hilfe bekommt, aber er oder sie nicht.
Viele können sich auch nicht vorstellen, warum jemand Hilfe gibt, ohne z.B. zu wollen das diese etwas dafür tun, wie eben bei den Missionaren die Religion zu wechseln. Obwohl offiziell verboten, wird doch missioniert und das oft mit der Hilfe / Unterstützung der konvertierten durch die Kirchen. Ich habe in Mongla Kirchen gesehen von Gruppen, deren Namen ich in der Schweiz noch nie gehört habe.

Gerade dieses Problem ist ein Grund warum in diesem Projekt frei von missionarischen Tätigkeiten ist. Es ist den mitarbeitenden Kollegen und Freunden strengstens untersagt während er Ausübung von Tätigkeiten für das Projekt, z,B. Bei Besuchen bei den Kindern, in Räumen des Projektes oder so missionarischen oder politischen Tätigkeiten nachzugehen. Auch Besucher sind gebeten solche Tätigleiten zu unterlassen und auf entsprechende Geschenke zu verzichten. Beachten Sie dazu auch mein Vorwort.

   

Weitere Infos auch unter: Reiselinks