Es wird
dringend empfohlen früh genug (mind. 3 Monate vorher) einen Arzt
aufzusuchen, wenn möglich einen Tropenarzt betreffend einer Abklärung
aktuell nütiger Impfungen (CH z.B. das
http://www.ispm.uzh.ch/travelclinic.html )
Flug ab Deutschland oder der Schweiz z.B. mit der Emirates Airline (mit
denen habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht) über Dubai nach Dhaka.
der Flug dauert je nach Richtung zwischen 11-13 Stunden reine Flugzeit
plus der Aufenthalt in Dubai. Bei frühzeitiger Buchung ist es möglich die
Flüge so zu buchen, das der Aufenthalt in Dubai nicht zu lange wird.
Ab Dhaka nach Mongla gibt es folgende
Möglichkeiten:
Innlandflug und Bus:
Per Flug von
Dhaka nach Jessor, dann mit dem Bus nach Khulna / weiter mit dem Bus
nach Mongla
Zug:
Eine
Tagesreise von Dhaka nach Khulna / weiter mit dem Bus nach Mongla.
Schiff:
1. Klasse:
Eine ca. 24Stunden-Reise von Dhaka direkt nach Mongla (übernachten in
einer eigenen Kabine, das Essen ist wie im Restaurant auf dem Schiff)
Bus:
Direkt mit dem
Bus von Dhaka nach Khulna (eine sehr gute Qualität möglich, es ist
empfohlen nur Tagesfahrten zu nehmen, Dauer ca 8 Stunden, oft länger).
Ab Khulna mit dem normalen Bus weiter nach Mongla. Direkte Busse von
Dhaka nach Mongla sind sehr einfach und mir umsteigen möglich, aber
sehr unbequem.
Für die Rückreise von Mongla nach Dhaka kann natürlich eine andere
Variante ausprobiert werden. Ich habe alle ausprobiert und wechsle
gerne ab.
Es ist empfehlenswert in Dhaka zuerst eine
Nacht zu übernachten und je nach Ankunftszeiten / Abfahrtszeiten auch in
Khulna.
Übernachten in Mongla:
Unterdessen hat es, leider auf der anderen
Seite des Flusses, ein Hotel mit einem Standart, bei dem auch normale
Europäer keine Probleme haben. Ich war mal dort um mich umzusehen.
Ich
selber habe unterdessen ein einfaches Haus, in dem sich das Gothon-Büro
befindet. Vorher , wohnte ich in einer sehr einfachen und entsprechend
billigen Absteige. Mein Hotel hatte keine Glasscheiben, die Fensterläden
waren nicht dicht, so das es im Winter bei neu 11 Grad (2009) und etwas
Wind doch recht kalt war. Dazwischen gibt es noch weitere einfache Hotels,
in denen ich aber nie gewohnt habe.
mein früheres Hotel
und mein dortiges Bett
Hotel - WC
Toilette bei meinem Kolleg
zu Hause
Schiff 1. Klasse aussen
Ein paar Details:
z.B. WC
Papier ist nicht üblich und in den Dörfern zum Teil auch schwer zu
bekommen, kann aber aus den Städten mitgebracht werden, oder man
passt sich an, Die übliche Variante ist mit der linken Hand den
entsprechenden Teil mit Wasser aus speziellen Gefässen abzuspülen
und danach die Hände mit Seife zu waschen. Die Toiletten selber
sind Plumpsklos, also Toiletten auf die man nicht sitzen kann,
sondern nur Löcher im Boden. In den besseren Hotels sind auch
unsere WC's vorhanden und WC Papier.
Aus
diesem Grund gilt die linke Hand auch als unrein und darf beim
Essen nur eingeschränkt benutzt werden, nur um das Glas zu nehmen
oder den Teller hochzuhalten um die Reste besser ausputzen zu
können usw. Auch für Linkshänder ist es zwingend nötig mit der
rechten Hand zu essen.
In normalen Hotels / Restaurants haben sie kein Besteck wie wir es
uns gewohnt sind. Löffel und Messer sind meist vorhanden, Gabeln
oft gar nicht. Alles wird mit der rechten Hand gegessen, in dem
man es auf die Finger schaufelt und so zum Munde führt.
In gehobenen Restaurants und Hotels in denen Ausländer
normalerweise absteigen gilt das nicht. Dort ist alles vorhanden
und man isst wie bei uns.
Das
Essen selber ist gewöhnungsbedürftig, meist etwas bis sehr scharf
wenn man nicht aufpasst, man bekommt es aber auch anders, wenn man
etwas sagt. Für die Kinder wird auch nicht so scharf angerichtet.
Kuhfleisch ist meist zäh, Büffelfleisch noch mehr, deshalb esse
ich vorwiegend Huhn und Fisch. Ebenfalls gut ist Ziegenfleisch,
Schweinefleisch ist nur in hinduistischen und christlichen
Familien zu finden, aber seltener, da es dort teuer ist. Dazu gibt
es immer Reis und Gemüse und Suppe, welche hier aber zuletzt
gegessen wird, ebenfalls mit der Hand, in dem man damit den
letzten Reis ausputzet.
Wichtig: Im Restaurant kann man einzelnes nachbestellen, privat
wird meist zuerst das eine, danach das nächste geschüpft.
Unbedingt früh genug abwinken.
Zur Hygiene ist zu sagen, das es so
etwas auch gibt. Es ist sauber, aber wenn man in die Küche schaut
ist es eben nicht nach unseren Standards, zumindest nicht dort wo
ich esse. Es sind die allgemeinen Tipps zu beachten die für solche
Länder gelten.
Links die Frau
meines Kollegen in einer schon etwas besseren Küche auf dem Lande
Besuch bei den Kindern:
Da vor allem die jüngeren Kinder noch kein oder
kaum Englisch sprechen ist es unerlässlich, das jemand dabei ist
der hilft. Das ist aber auch zum Schutze des Kindes und des
Besuchers. Unter Anderem auch, weil auf dem Lande vieles nicht
ohne Orts- und Sprachkenntnisse gemacht werden kann. So würde man
sonst zu oft über das Ohr gehauen, wenn es um Preise / Kosten
geht, von der Rikshaw bis zum einkaufen von frischen Früchte.
Besuche sind bei den Kindern zu Hause, in der Schule usw. möglich.
Auch mit den Kindern z.B. ein Geschenk einkaufen ist kein Problem.
Manche möchten vielleicht sogar in die nächste Stadt.
Dabei müssen Sie sich aber bewusst sein, das vieles was für uns
normal ist, für diese Kinder völlig neu ist.
So erlebte ich unter anderem die ersten Rolltreppen- und
Liftfahrten solcher Kinder. Bessere Restaurants zu besuchen ist
nicht mit allen Kindern empfehlenswert, weil sie sich so etwas
einfach nicht gewohnt sind. Das ist für diese Kinder wie eine
andere, fremde Welt.
Die meisten Kinder (vor allem die Mädchen) werden sowieso eher
sehr scheu und nervös sein und normalerweise ist die Versändigung
direkt noch nicht möglich. Entsprechend unwohl fühlen sich oft
auch die Eltern, haben viele doch kein Erfahrung mit Ausländern
und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen, da sie es dem
Besucher oft zu viel recht machen wollen.
Sollten Sie Interesse haben und Ihr(e) Kind(er) besuchen wollen,
setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung und wir können
weitere Details besprechen. Gerne organisiere ich Ihnen die
Hilfe vor Ort.
Empfehlenswert wäre es, dass Sie unser Mitarbeiter in Dhaka
abholt, allerdings müssten Sie für
seine Reise- und Transpostkosten aufkommen. Es ist auch
möglich in Dhaka einen Touristguide, also einen
Touristenführer zu mieten, das kostet aber dann schon einiges
mehr.
Besuch bei Bristy 2009
Bitte erschrecken Sie nicht an den
Reaktionen einiger Leute:
Wie bei uns gibt es auch dort Rassismus und die "weissen" Besucher
passen auch nicht jedem. Zwar hat das nur noch wenig mit den alten
Kolonialzeiten der Engländer zu tun, sondern eher damit, das
Besucher oft christliche Missionare waren und sind, und auch dort
viele unaufgeklärte Menschen leben.
Ein weiteres Problem ist der Neid, Denn wie soll jemand verstehen,
dem es vermeintlich auch schlecht geht, warum gerade der oder die
andere Person Hilfe bekommt, aber er oder sie nicht.
Viele können sich auch nicht vorstellen, warum jemand Hilfe gibt,
ohne z.B. zu wollen das diese etwas dafür tun, wie eben bei den
Missionaren die Religion zu wechseln. Obwohl offiziell verboten,
wird doch missioniert und das oft mit der Hilfe / Unterstützung
der konvertierten durch die Kirchen. Ich habe in Mongla Kirchen
gesehen von Gruppen, deren Namen ich in der Schweiz noch nie
gehört habe.
Gerade dieses Problem ist ein Grund warum in diesem Projekt frei
von missionarischen Tätigkeiten ist. Es ist den mitarbeitenden
Kollegen und Freunden strengstens untersagt während er Ausübung von
Tätigkeiten für das Projekt, z,B. Bei Besuchen bei den Kindern, in
Räumen des Projektes oder so missionarischen oder politischen
Tätigkeiten nachzugehen. Auch Besucher sind gebeten solche
Tätigleiten zu unterlassen und auf entsprechende Geschenke zu
verzichten. Beachten Sie dazu auch mein Vorwort.